Business Intelligence und Analytics: Ein Rettungsanker für das deutsche Gesundheitswesen
- Julia van Holt
- 30. Sept. 2024
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Okt. 2024
Die finanzielle Lage der deutschen Krankenhäuser ist in einem kritischen Zustand. Angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Herausforderungen sucht der Gesundheitssektor nach neuen Wegen, um Betriebsabläufe zu optimieren und eine nachhaltige Zukunft zu sichern.

Auf dem kürzlich stattgefundenen Gesundheitswirtschaftskongress 2024 standen die drängenden Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems im Mittelpunkt – insbesondere die Folgen der Pandemie, die steigenden Anforderungen durch die alternde Bevölkerung sowie der Fachkräftemangel. In den Diskussionen wurde die dringende Notwendigkeit systemischer Reformen und groß angelegter digitaler Transformation betont, um diesen Herausforderungen zu begegnen und die langfristige Nachhaltigkeit des Sektors zu gewährleisten.
Eine Lösung liegt in der Nutzung von Business Intelligence (BI) und Business Analytics (BA) – Werkzeuge, die für Gesundheitseinrichtungen zunehmend unverzichtbar werden, um in einem immer schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld zu überleben und zu wachsen.
Deutsche Krankenhäuser in finanzieller Not
Aktuelle Berichte zeichnen ein düsteres Bild für deutsche Krankenhäuser. Laut dem Krankenhaus Rating Report 2024 hat sich die finanzielle Lage zwischen 2020 und 2023 deutlich verschlechtert. Im Jahr 2023 verzeichneten 70 % der Krankenhäuser Verluste, im Vergleich zu nur 30 % im Vorjahr. Der Anteil der Krankenhäuser, die von Insolvenz bedroht sind, stieg ebenfalls von 10 % im Jahr 2022 auf 14 % im Jahr 2023.

Laut der Roland-Berger-Krankenhausstudie verzeichneten 2022 51 % der größten 600 Krankenhäuser in Deutschland ein Defizit, und weniger als 25 % erzielten ein positives Jahresergebnis. Diese Krise trifft gemeinnützige Krankenhäuser besonders hart, da sie unter steigender Inflation und sinkender staatlicher Vergütung leiden. Da die Betriebskosten schneller steigen als die Einnahmen, kämpfen die Krankenhäuser mit der Tilgung von Schulden und der Aufrechterhaltung der Infrastruktur. Obwohl staatliche Investitionszuschüsse unverzichtbar sind, deckten sie im Jahr 2022 nur 3,4 % der Krankenhauserlöse ab, was zu einer geschätzten Lücke von 6,8 Milliarden Euro führte, um die Krankenhausinfrastruktur zu erhalten und weiterzuentwickeln.

In diesem herausfordernden Umfeld müssen Krankenhäuser Wege finden, mit weniger mehr zu erreichen. Hier können BI und BA den entscheidenden Unterschied machen.
Business Intelligence: Ein Wendepunkt für das Gesundheitswesen
Die sich verschlechternde finanzielle Landschaft verdeutlicht den dringenden Bedarf der Krankenhäuser, sich der digitalen Transformation zu stellen. Hier kommen Business Intelligence (BI) und Business Analytics (BA) ins Spiel – leistungsstarke Lösungen, die es Gesundheitseinrichtungen ermöglichen, Daten zu nutzen, um fundiertere und schnellere Entscheidungen zu treffen.
BI konzentriert sich auf das Sammeln und Integrieren von Daten aus verschiedenen Quellen – wie Patientenakten, Geräteeinsatz und Finanzberichten –, um umfassende Berichte und Dashboards zu erstellen. Dies ermöglicht es den Führungskräften im Gesundheitswesen, Leistungskennzahlen zu visualisieren, die Ressourcenzuweisung zu optimieren und potenzielle Einsparungspotenziale schnell zu identifizieren.
BA geht noch einen Schritt weiter, indem es prädiktive Modelle anwendet, um zukünftige Trends und Ergebnisse vorherzusagen. Krankenhäuser können BA nutzen, um Patienteneinweisungsraten zu prognostizieren, Dienstpläne zu optimieren oder potenzielle Engpässe bei wichtigen medizinischen Vorräten vorherzusehen.
Firemetrics: Treiber der digitalen Transformation im Gesundheitswesen
Firemetrics steht an der Spitze der Unterstützung von Gesundheitseinrichtungen bei der Implementierung maßgeschneiderter BI- und BA-Lösungen. Entwickelt am Institut für KI in der Medizin am Universitätsklinikum Essen, bietet Firemetrics einen einzigartigen Ansatz, indem FHIR-Daten in ein relationales Format umgewandelt werden, sodass Echtzeit-Datenanalysen mit minimalem Ressourcenverbrauch möglich sind.
Die Plattform bietet Werkzeuge wie:
FHIRformer, das Predictive Analytics direkt auf FHIR Daten ermöglicht.
Graph Neural Networks (GNNs) zur Analyse komplexer Gesundheitsdaten.
FLAME, eine natürliche Sprachverarbeitung, die gesprochene oder geschriebene Abfragen in umsetzbare Erkenntnisse umwandelt.
FHIR Query Language (FQL), eine spezialisierte Abfragesprache, die für Gesundheitsdaten optimiert ist.

Diese Werkzeuge erleichtern es Gesundheitsdienstleistern, auf die benötigten Daten zuzugreifen, wann immer sie diese benötigen, und verbessern dabei alles von der klinischen Entscheidungsfindung bis hin zur Finanzplanung.
Die Zukunft des Gesundheitswesens ist datengesteuert
Angesichts der sich vertiefenden Wirtschaftskrise im deutschen Gesundheitssystem war die Notwendigkeit einer effektiven Datenverwaltung und -analyse noch nie so dringend. Krankenhäuser, die in BI- und BA-Werkzeuge investieren, werden besser in der Lage sein, sich auf das bevorstehende schwierige Umfeld einzustellen.
Firemetrics spielt eine Schlüsselrolle, indem es Gesundheitseinrichtungen dabei hilft, die Macht ihrer Daten zu nutzen, um nicht nur zu überleben, sondern in einer sich rasch verändernden Branche zu florieren.
Fazit
Der deutsche Gesundheitssektor steht an einem Scheideweg. Da viele Krankenhäuser vor dem finanziellen Ruin stehen, ist die Einführung von Business Intelligence und Business Analytics keine Luxusoption mehr – sie ist eine Notwendigkeit. Firemetrics bietet die Werkzeuge und das Fachwissen, die Krankenhäuser benötigen, um datengestützte Entscheidungen zu treffen, die die Ergebnisse verbessern und eine langfristige Nachhaltigkeit gewährleisten.
Für mehr Informationen darüber, wie Firemetrics das Gesundheitswesen transformiert, besuchen Sie Firemetrics News Hub.
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